Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-episode bei „Heiraten leicht gemacht. Ich bin sehr happy, dass du heute reingeschaltet hast. Heute geht es ein Thema Real Talk, nämlich das Thema Ehe und Geld. Warum bin ich darauf gekommen? Einerseits, ich habe von einem tollen Verlag ein Buch zugeschickt bekommen. Dazu später mehr. Und Geld ist ja leider einfach nicht nur auf der Erde, sondern ich glaube, vor allem auch bei der Ehe, einfach. Streitthema Nummer eins. Es geht ja gefühlt, ich meine natürlich nicht bei allen Paaren und bitte fühle dich dahingehend nicht auf den Schlips getreten, denn wenn das, was ich sage, dich nicht betrifft, umso besser einfach. Dann weißt du, okay, schön, dass ihr solche Probleme nicht habt, aber bei den meisten Paaren ist Geld einfach ein riesen Streitthema und es geht bei der Verflobung los, dass man sich erst mal darüber einig wird, wie viel Geld man denn für die komplette Hochzeit ausgibt. Ich meine, ich sage jetzt mal, der überzogene Klassiker ist halt dann wirklich so: Frau möchte eine märchenhafte Hochzeit, Mann ist geizig. Es gibt aber auch ganz viele aus Erfahrung weiß, es gibt auch genau Konstellationen, die sind andersherum.
Und ich kann dir aus persönlicher Erfahrung sagen, dass das auch eher bei mir andersherum ist. Also im Sinne von, mein Mann ist eher derjenige, der sämtliches Geld auf die Kacke hauen möchte und ich bin diejenige, die sich so ein bisschen zurückhält und sagt: „Hey, das Leben geht danach auch noch weiter. Wir müssen ja irgendwie die Waagschale halten. Und dann natürlich nach der Hochzeit gibt es natürlich ganz viele andere Themen: Haus kaufen, Kinder kriegen, Auto kaufen. Und dann – und davon gehen wir jetzt natürlich nicht aus, aber ich möchte es natürlich trotzdem anführen, das Thema Scheidung. Ich meine, spätestens dann ist die Kacke wirklich am Dampfen wegen das Thema Geldes und deswegen: Geld zieht sich einfach so komplett durch. Und warum ich diese Episode jetzt aufgenommen habe, ist, weil ich auch für mich … Ich meine, wir sind jetzt vier Jahre verheiratet, über zehn Jahre zusammen und habe festgestellt: „So, man, Kim, du bist eigentlich so eine taffe, selbstständige Frau. Ich meine, ich bin jetzt 37, habe mich selbstständig gemacht, da war ich 21 und habe in der Zeit wirklich sau viel gelernt, richtig viele Fehler gemacht, richtig viel verkackt auch. Aber das ist ja das Schöne aus „Fehlern: „Sollte, also muss man nicht, sollte man auch nicht, aber kann man lernen.
Also ich habe zumindest aus meinen Fehlern gelernt. Und deswegen dachte ich, wäre es ja eigentlich echt wichtig, einfach mit dir hier über das Thema einfach zu sprechen, weil es einfach so viele Illusionen da draußen gibt. Ich habe das auch für das Gefühl, dass wir Mädels, wir Frauen einfach so unvorbereitet da reingehen. Und die Sache ist, du bist ja nicht doof, ich bin auch nicht doof gewesen, aber trotzdem habe ich jetzt auch gerade beim Einstieg in die Ehe einfach schon so ein paar Sachen gemacht, die ich jetzt so rückblickend gerne anders gemacht hätte, weil natürlich auch ich sozusagen meinem Partner in der Finanzplanung so ein bisschen vertraut habe und das halt alles schon gut gehen wird. Und das Ding ist aber: Was ist, wenn es halt nicht tut? Ich meine klar, man hat halt wirklich Konstellationen, wo das alles hinhaut. Die Frau kümmert sich den Kind und Haushalt und der Mann sich das Geld und das läuft halt tatsächlich. Aber was ist, wenn einfach mal was Unvorhergesehenes passiert? Die Sache ist nämlich, ich meine klar: Statistisch gesehen wird jede dritte Ehe geschieden, aber ich glaube, du zählst genauso wie ich dazu: Ich habe keinen Bock, zur Statistik zu gehören.
Ich habe auch keinen Bock, mit 60 im Altersheim zu sitzen, sondern ich möchte auch da nicht Teil der Statistik sein, denn wenn du dich mit Statistiken auskennst, es gibt ja immer diese sogenannten Ausreißer. Das sind die Leute, die entweder einfach drüber hochschießen oder unterwegfallen, dass sie nicht zur breiten Masse gehören. Und ich will einfach dahingehend nicht zur breiten Masse gehören. Ich möchte bis ins hohe Alter einfach wirklich gesund und fit sein und tu halt sehr viel dafür. Und deswegen möchte ich natürlich auch selbst nicht zur Statistik gehören, dass den Mann und ich uns scheiden lassen. Aber was ist denn, wenn – keine Ahnung – wenn zum Beispiel plötzlich ein Unfall passiert oder dein Partner im Koma liebt oder plötzlich verstirbt? Ich meine, das wünscht man sich natürlich niemandem, aber ich muss ehrlich gestehen, ich kenne in meinem weiteren Bekanntenkreis sehr viele Fälle, wo das passiert ist, wo ein Alternteil verstorben ist, als das Kind noch klein war. Und das sind Dinge, da kann man noch so romantisch drauf sein, wie man möchte. Aber wenn dann, keine Ahnung, irgendein betrunkener Geisterfahrer dann in einen reinraß, kann man auch nichts machen. Ich versuche auch im Alltag, wir leben in Berlin, möglichst vorsichtig mit dem Kinderwagen über die Straßen zu gehen, aber teilweise ziehen die Autos noch wirklich so hart über Rot, dass die Fußgänge schon längst grün hatten und ich musste mehrmals schon den Kinderwagen wieder zurückziehen.
Und wäre ich da nicht wirklich 100% da gewesen, dann wären wir vielleicht auch schon weggewesen. Weiß man nicht. Und deswegen ist mir halt einfach aufgefallen, dass viele Frauen einschließlich mir selbst einfach keinen wirklichen Plan B für solche Situation hatten. Beziehungsweise muss ich auch ehrlicherweise zugeben: Ich hatte nicht mal so richtig einen Plan A. Ich habe alles auf diese Karte gesetzt, dass wir für immer ewig zusammenbleiben, was natürlich auch cool ist. Aber genau wie im Hochzeitsfall. Wenn du schon ein bisschen meinen Podcast kennst, wie häufig sage ich euch: „Ihr braucht einen Plan B, damit ihr ihn nicht braucht. Hat man einen Plan B, braucht man in der Regel nicht. Aber es ist halt so wichtig, einfach für euch tatsächlich Selbstverantwortung und vor allem finanzielle Selbstverantwortung zu übernehmen. Ich meine, was heißt das konkret? Einfach wirklich, angefangen davon: Hast du wirklich einen Überblick über all eure Finanzen? Bei mir war das nämlich zum Beispiel nicht der Fall. Das war nämlich richtig witzig, weil mein Mann dann zum Beispiel angefangen hat, für uns zu investieren und hat natürlich nur aus positiver und den besten Intentionen mein Geld von meinem Konto genommen und investiert. Und ich war dann so teilweise echt geschockt, weil die Frage: Wo das Geld dann hin ist?
Und das hat dann bei uns natürlich verständlicherweise zu Knatsch geführt. Ich erzähle jetzt auch wirklich nur meine persönliche Story dahinter, wo ich gemerkt habe: „Ich muss wissen, was ist, wenn mal was schiefgeht? Weil mein Mann zum Beispiel auch einfach, er ist relativ risikobereit. Also er macht auch viel im Bereich Kryptowährungen, er macht viel im Bereich Trading mit Aktien oder auch Investments im Bereich Immobilien. Und das ist jetzt alles tatsächlich relativ risikoreich. Es gibt ja zum Beispiel für Leute, die nicht so risikoreich sind, da gibt es ja so Möglichkeiten zu investieren, EFDF zum Beispiel, Aber da ist halt eben die größte Frage einfach: Hast du den Überblick? Weißt du, was mit eurem Geld genau passiert? Also wenn ihr halt ein gemeinsames Konto habt. Und die wichtigste Frage ist: Kommst du finanziell über die Runden, oder falls ihr auch schon Kinder habt, wenn dein Partner plötzlich nicht mehr da sein sollte, aus welchen Gründen auch immer? Das Problem ist ja, das ist ja so der deutsche Klassiker: Man hat Geld gehortet, aber ihr wisst, Inflation und Inflation hängt ja wahrscheinlich allen dieses Wort zum Hals raus, weil es uns einfach überall gibt. Alles ist super teuer geworden über die letzten Jahre und deswegen ist es einfach leider wirklich Fakt, dass wenn wir Geld auf dem Konto lassen, es weniger wird.
Und ich möchte einfach jetzt dich dazu ermutigen, einfach wirklich mehr dich aktiv an finanziellen Entscheidungen zu beteiligen. Oder auch vor allem mit Schatzi, weil ich habe das Gefühl, es gibt natürlich Beziehungen, da ist es normal, aber ich habe nicht das Gefühl, dass das der Standard ist, in den Haushalten deutscher Pärchen, einfach wirklich regelmäßige Gespräche über Finanzen zu führen. Weil es ist auch wirklich egal, wie viel oder wie wenig ihr verdient. Es ist wichtig, dass ihr euch das aufteilt, das Geld, dass ihr das rationiert, also wirklich von Anfang: Wie viel gebt ihr für Essen aus? Wie viel spart ihr für Urlaub an? Wie viel macht ihr für sinnvolle Investitionen einfach? Und dass ihr da wirklich so einen Überblick habt und nicht einfach so von der Hand in den Mund lebt. Das kann zwar ein paar Jahre gut gehen, aber das rächt sich im Nachgang. Oder auch, das ist auch einfach doof, wenn man sich da nichts Cooles leisten kann und dass ihr da wirklich auch mal so Finanzpläne aufstellt und guckt. Und selbst wenn ihr, wie gesagt, nur 50 Euro investieren könnt, ich meine, damit kann man natürlich keine riesen Sprünge machen, aber es geht auch ums langfristige.
Dahingehend friendly Reminder. Ihr habt ja vor, wirklich noch ein paar Jahre zusammen zu sein und bestenfalls wirklich gemeinsam altzuwert. Und deswegen, ich meine, über das Thema Rente möchte ich hier auch gar nicht sprechen, hat auch gar keinen, finde ich, Platz jetzt hier in dem Hochzeitspodcast. Cast, aber dass ihr da wirklich mal gemeinsam drüber sprecht und 50 Euro ist machbar, wirklich jetzt. Ich meine, überlegt mal, wie viel Geld ihr für Essen oder Kaffeetricken et cetera aufbringt und deswegen auch einfach wirklich darüber zu sprechen und im Zuge dessen – ich meine, ihr seid ja jetzt verlobt – auch bitte, bitte über das Thema Ehevertrag zu sprechen. Ich habe ja das Buch zugeschickt bekommen von einer Scheidungsanwältin. Sie heißt Saskia Schlemmer und das heißt, das Buch, das du vor deiner Hochzeit gelesen haben musst. Man muss-Fairerweise, ich meine, sie ist Scheidungsanwältin, sie hat da so viele Story schon durchgemacht und das Buch ist echt nett gemacht im Sinne von, es ist schön pink, die Seiten sind pink, es ist wirklich mit sehr einfachen Beispielen. Ich meine, das Thema bleibt halt das Gleiche. Es geht halt rechtliche Aufklärung vor der Ehre, zu Thema Zeit, Geld und Nerven. Aber ich muss sagen, ich habe es ja erst jetzt frisch gelesen, nachdem ich es zugeschickt bekommen hatte.
Um einfach mal wirklich zu verstehen: Was bedeutet denn dieses ganze Wörter „Zugewinnen, „Gemeinschaft und „Gütertrennung und tralala? Ich war tatsächlich damals wirklich so naiv, obwohl ich, keine Ahnung. Ich habe das so häufig eigentlich schon gehabt, aber trotzdem habe ich bei meiner eigenen Hochzeit mir nicht richtig Gedanken gemacht, sondern war so mit allen anderen Themen beschäftigt, dass wir tatsächlich, mein Mann und ich, jetzt im Nachgang so ein bisschen es bereuen, den Standard quasi, die Zugewinn-Gemeinschaft zu machen haben, weil zumindest in unserem Fall – es geht jetzt gar nicht Scheidung oder Ähnliches – aber nicht das Schlaueste war. Und ich sage dir jetzt auch ehrlicherweise, wieso. Mein Mann ist ja relativ risikobereit in seinen ganzen Projekten und das ist ja auch einfach Fakt: Wenn man bereit ist, Risiko einzugehen, dann kann man ja natürlich im besten Fall sehr viel dazugewinnen, aber es kann halt auch schiefgehen. Darüber muss man sich bewusst sein und das ist ja auch absolut eine Typfrage. Und ich finde, es ist immer ganz wichtig, dass man da so investiert, wie man sich selbst wohlfühlt. Aber kommen wir zurück zu meinem Beispiel „Okay, wenn bei meinem Mann jetzt irgendwas wirklich nach hinten losgehen sollte, gerade das Thema „Immobilien kauft und so weiter, dann ist jetzt Status Quo wirklich das riesige Dilemma, dass ich direkt mit im Arsch wäre.
Das wäre nämlich anders, wenn wir zum Beispiel eine Gütertrennung vereinbart hätten. Und deswegen will ich dir einfach nur sagen, jede Situation ist sehr individuell und es lohnt sich. Deswegen tu dir bitte selbst diesen Gefallen und kaufe dir das Buch, das Buch, das du vor deiner Hochzeit gelesen haben musst. Den Link packe ich dir dazu in die Show Notes rein und es ist wie gesagt schön mit Fun Facts etc. Aufbereitet und lies dir das Buch erst mal durch und führ dann ein Gespräch mit Schatz „Meinemutti. Ich möchte jetzt gar nicht unterbinden, dass ihr die Dinge nicht gemeinsam macht, aber ich finde es ganz wichtig, dass du dir selbst, dass du einfach diesen Glauben an dich selbst, weil ich war immer so gut in Mathe, ich habe Volkswirtschaftslehrer studiert und ich war Irgendwie immer der Meinung, ich kann mit Geld umgehen, aber der Witz war, wenn es meine eigenen Finanzen ging, habe ich mich immer so ein bisschen auf meinen Mann verlassen. Und es ist ja auch nicht schlimm, sich in einer Ehe gegenseitig zu unterstützen, aber ich habe das Gefühl jetzt auch, gerade nachdem ich jetzt Mutter geworden bin, Das verändert ja immer sehr viel mit einem: Habe ich das Gefühl, dass ich ohne meinen Mann mich irgendwie echt unsicher und nackig fühlen würde in vielen Themen.
Deswegen habe ich jetzt zum Beispiel erst mal da rangegangen, habe mir jetzt erst mal so eine Wallet für meine Krypto Crypto Coins jetzt besorgt, ist alles wirklich ohne seine Hilfe komplett eingerichtet und es hat mir so ein gutes Gefühl gegeben, einfach zu wissen. Weil selbst jetzt, bevor ich das getan hatte und stelle vor, mein Mann wäre gestern umgefallen gefahren worden von irgendeinem dofen Fahrer einfach und ihm wäre was zugestoßen. Ich wäre gar nicht in der Lage gewesen, an das Geld oder an die Kryptos ranzukommen, weil ich keinen Plan gehabt hätte, wie. Und ich meine, natürlich kann man dann von seinem Partner sich alles erklären lassen, aber ich finde es halt einfach persönlich einfach ein sehr, sehr geiles Gefühl, wenn man einfach weiß, dass man sich auf sich selbst verlassen kann, auf dieser Basis eine harmonische Beziehung … Ich mache das gar nicht, dass ich sage: „Falls wir uns trennen und „Dö, dö, dö, dö, dö, kann er mich mal, ich kann das alles alleine, sondern es gibt mir einfach so ein richtig gutes und sicheres Gefühl, dass ich wirklich unabhängig leben kann. Und das wollte ich einfach jetzt mal so losgeworden sein, dass du einfach wirklich Dass es so wichtig ist, einfach die finanzielle Selbstverantwortung zu übernehmen und dass Liebe das gar nicht ausschließt.
Ich finde, es gibt paar Leute, die sagen: „Wir müssen uns nicht darüber unterhalten, weil wir uns so sehr vertrauen. Und in dem Punkt, muss ich ehrlich sein, sehe ich es tatsächlich komplett andersherum, denn die Tatsache, über wirklich unangenehme Dinge sprechen zu können, wie zum Beispiel das Thema Geld, zeugt von meiner Meinung nach wirklich über das größte Vertrauen, weil das auch wirklich eines der größten Hürden meiner Meinung nach in der Ehe ist, wirklich bei allen Lebenssituationen. Eine Ehe ist halt wirklich keine, hat Nicht erledigt, kann ich einen Haken drin setzen, sondern das ist wirklich eine Pflanze, die über Jahre genährt werden möchte. Und ich bin ehrlich, ich esse sau viel Arbeit, aber gleichzeitig, es lohnt sich auch. Es ist auch wirklich so eine schöne Reise, gerade wenn man wirklich eine Kreisphase hatte und sich wieder einander annähern kann. Ich meine, wir sind halt auch in diese typische Elternfalle getappt, aber das ist jetzt ein anderes Thema. Es geht jetzt das Thema Finanzen. Ich finde das Zeug von wirklich großem Vertrauen, einfach offen drüber zu sprechen, über wirklich Themen, die halt eben unangenehm sind. Ich nenne dir jetzt mal einen Klassiker. Zum Beispiel: Frauen gehen klassischerweise nach dem Gebot eines Kindes in Teilzeit arbeiten.
Und jetzt stell dir vor, ich meine, ich will nicht, dass du dir das dir vorstellst, weil ich natürlich mir wünsche, dass dir das nicht passiert. Aber es kann halt sein, dass man sich irgendwann trennt. Weißt du, was du einfach für krasse finanzielle Nachteile dadurch hast? Nicht nur, dass du weniger verdienst, sondern dass du auch all die Jahre weniger in die Rentenkasse gezahlt hast und auch eines Tages später weniger Rente bekommst. Und das ist so wichtig, finde ich, dahingehend, gerade bei Kindererziehungszeiten, das auch angerechnet zu bekommen, dass man zum Beispiel so was in einem Ehevertrag festhält. Weil ich finde das Zeug von echtem Vertrauen, wenn man als Frau einfach sagt: „Du, pass auf, ich liebe dich über alles, aber mir ist es ja auch wichtig, wenn die irgendwas zustoßen sollte oder Ähnliches, dass ich versorgt bin, dass ich mich unser Kind kümmern kann et cetera und dass man dafür wirklich Lösungen findet. Es geht auch gar nicht jetzt, finde ich, darum, dass sie einen Ehevertrag macht, sondern einfach, finde ich, die Tatsache, dass sie über solche Themen sprechen könnt. Oder ich kenne viele Paare, wo einer zum Beispiel so krasse Schulden von 50. 000 Euro hat und das dem Partner nicht erzählt.
Die haben schon ein Kind und sind seit Jahren zusammen. Ich möchte gar nicht über deren Beziehung urteilen, weil ganz ehrlich, wir können alle gerade mal unsere eigene Beziehung, wenn überhaupt, beurteilen und wir kriegen ja nicht mal alles mit, was unser Partner denkt. Aber ich will nur sagen, das ist so krass. Dieses Paar hat schon ein Kind zusammen, sind seit Jahren zusammen. Sie hat das jetzt gerade per Zufall mitbekommen und er hat das halt die ganze Zeit vor ihr verheimlicht und will das wahrscheinlich auch weiter verheimlichen. Und das meine ich halt eben. Echtes Vertrauen zeugt davon, dass man über die unangenehmsten, schwierigsten Themen sprechen kann. Egal, ob es jetzt auch Sexualität, auch so ein Klassiker, dass man, keine Ahnung, ein Teil unzufrieden ist und nicht drüber spricht. Das ist ja aus meiner Sicht sowieso das Schlimmste, weil ich mir denke, man kann ja unzufrieden sein, aber es gibt ja so viele Menschen, die sind so feige, die gehen ja direkt in den Seitensprung rein, ohne überhaupt ihren Partnern die Chance gegeben zu haben oder Partnerin, überhaupt was daran verbessern zu können. Und deswegen sage ich: Kommunikation ist wirklich alles einfach und ich wünsche mir einfach, dass du es der heutigen Episode wirklich mal für dich mitgenommen hast, dass du für dich Selbstverantwortung übernimmst, dass du vielleicht dir bestenfalls das Buch kaufst.
Ich habe dir den Link in die Show Notes reingepackt und dass ihr dahingehend einfach mal ein Gespräch, wie auch vielleicht einfach mal ein bisschen investieren könnt. Egal ob es jetzt für ein Sparprojekt ist, für ein Haus später oder einfach für euch. Aber dass ihr wirklich nicht jeden und hat euer ganzes Geld verprasst, sondern einfach wirklich irgendwie zur Seite legt und das irgendwie sinnvoll investiert. Denn gerade wenn man mit kleinen Summen hantiert, kann man sich auch ausprobieren. Ich finde, es gibt so viele Typen von Investments, sage ich jetzt mal. Es muss halt immer zu einem passen und dass ihr da einfach mal herumspielt und guckt einfach, womit fühlt ihr euch wohl und wie wollt ihr euch eure Zukunft aufbauen? Weil ganz ehrlich, das System, wie es aktuell ist, man kann sich leider echt nicht drauf verlassen und die Chancen, sich auf sich selbst zu verlassen oder die Wahrscheinlichkeit, dass man mit einem positiven Gewinn daraus geht, wenn man sich auf sich selbst verlässt, ist so viel höher, als wenn man sich auf Vater Staat oder Co. Da muss ich an dieser Stelle noch mal wirklich lachen, weil jetzt hier in Berlin so viele Wahlplakate schon seit Ewigkeit Hätten hängen.
Und auch zum Beispiel die FDP hatte so ein Wahlplakat, da stand drauf: „Vater Staat ist nicht dein Erziehungsberechtigter. Und ganz ehrlich, ich bin zwar keine FDP-Wehlerin, aber dieser Spruch, muss ich sagen, „nailed it, ist es einfach. „vater Schad ist nicht unser Erziehungsberechtigter. Und jetzt, wo wir alle erwachsen sind, sind wir die einzigen Menschen, die wirklich sich selbst drum kümmern könnten. Und warum nicht Eltern, Familie, Freunde? Weil zum Beispiel auch Familie, Eltern und Freunde … Also ich muss sagen, ich habe wirklich ein tolles Umfeld, aber zum Beispiel mein Bruder. Ich liebe ihn über alles und der hat immer nur das Beste für mich gewollt, aber der hat in meiner Vergangenheit … Er ist halt neun Jahre älter und deswegen habe ich in vielen Dingen ihm einfach Glauben geschenken. Er ist auch wirklich ein sehr smarter Mann, aber hat mir persönlich nicht die besten Tipps gegeben und ich habe deswegen einfach wirklich Entscheidungen getroffen, die ich, ich will nicht sagen, dass ich sie bereut habe, weil ich habe also extrem viel daraus gelernt, aber die waren nicht gut für mich. Und ich habe wirklich jahrelang mich drüber aufgeregt, dass er mir quasi was Böses angetan hat. Was heißt was Böses, aber was Schlechtes angetan hat.
Aber die Wahrheit ist, ich habe es ja auch mit mir machen lassen, weil ich nicht selbst mein Hinterstübchen angestrengt habe. Gut, ich war 2022, aber du bist wahrscheinlich vielleicht keine 2022 mehr oder selbst wenn du 2022 bist, es ist nie zu früh, anzufangen, Selbstverantwortung zu übernehmen. Und das ist das, was ich mir wünsche, dass du aus dieser Episode mitnimmst, dass ihr wirklich eine geile Ehe geführt, einfach diese ganzen Geldthemen bitte wirklich erledigt, beiseite schieben können und wirklich mit einem geilen Gefühl in die Ehe starten könnt. Das ist das, was ich euch für diese Episode wünsche und dass ihr mitnehmen sollt. Vielen Dank fürs Reinhören. Ich sage wie immer: bis dahin, deine Kim. Tschüss..